Stellungnahme: Neubau KRH Klinikum Robert Koch Gehrden

Stellungnahme von Thomas Spieker, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Gehrden, Bebauungsplan Nr. 55, Alt-Gehrden, „Robert-Koch-Klinikum“, RATSINFORMATION am 10. März 2021.

Die CDU begrüßt die Aufwertung des Medizinstandortes Gehrden und die Sicherung sowie im besten Fall auch Schaffung von weiteren Arbeitsplätzen am Klinikum Robert Koch. Wir stehen zum „Ersatz“Klinikumsneubau!

Doch auch der Schutz der Menschen, die in den Bereichen rund um das Robert-Koch-Klinikum leben, ist ein hohes „Gut“, das in dem Prozess der sinnvollen Weiterentwicklung des Robert-Koch-Klinikums mit berücksichtigt
werden muss!


Wir haben schon beim ersten Aufstellungsbeschluss am 20. Juli 2020 auf elementar wichtige Lösungsnotwendigkeiten hingewiesen:

1)    Die verkehrliche Erschließung (PKW- und Busverkehr) muss verträglich und lastengleich für die Anwohnerinnen und Anwohner geregelt sein. Wir wollen eine kluge Verkehrsleitplanung, die Prüfung von Einbahnstraßenregelungen, die Trennung von Pkw- und Bus-Zufahrten zum Krankenhaus, um eine faire Lastenverteilung für die Anwohnerinnen und Anwohner in unmittelbarer Klinikums-Nähe zu erreichen.

2)    Wann, wo und wie wird die ganze Parkplatzproblematik gelöst? Das Parkdeck sollte laut Ratsbeschlusses der Stadt Gehrden vom 27.06.2019 auf dem Klinikumsgelände errichtet werden. Wenn nicht, sind kurzfristige Vorschläge der Planer zwingend geboten!

3)    Neben der Zielformulierung der Baumaßnahme, was und wo gebaut werden soll, ist es vor allem wichtig den Bürgerinnen und Bürgern zu erklären, wann und wie gebaut werden soll. Daher ist ein Zeitmanagement der Baumaßnahme zu erstellen und offen zu kommunizieren. Wie soll bei der umfangreichen und jahrelangen Bautätigkeit der erforderliche Baustellenverkehr organisiert werden? Wie steht es um die Gesamtlänge der Baumaßnahme, um Teilabschnitte und Reihenfolgen? Wir regen hiermit nochmal die Schaffung einer Stelle für Bürgeranliegen während und im Zusammenhang mit der Baumaßnahme an.

4)    Wer trägt die Kosten für notwendige Straßensanierungen nach der Bauphase? Kosten durch entstandene Schäden (6 Jahre Bauverkehr) auf den Zufahrtsstraßen der Stadt Gehrden im Bereich Franzburger Straße und Robert-Koch-Straße dürfen bei einer möglichen Sanierung der Straße keine Anliegerkosten sein.

5)    Für die Bewohner im Umfeld des Krankenhauses ist vor Baubeginn ein Anwohnerschutz einzurichten (Anwohnerparkzone).

6)    Was ist mit der vom Rat der Stadt Gehrden mit überwältigender Mehrheit geforderten Weiterführung der regiobus-Buslinie 500 und dem besseren ÖPNV-Anschluss der Gehrdener Kernstadt und der künftigen erweiterten Klinikumsumgebung an den S-Bahnhof Weetzen? Vor dem Hintergrund der vielfach beschworenen Verkehrswende ist es zwingend notwendig, das Angebot so attraktiv wie möglich zu machen und auch in Vorleistung zu gehen, um zum Umstieg auf den ÖPNV zu animieren. Selbst der ärztliche Direktor des Robert-Koch-Klinikums hat jüngst davon berichtet, dass ein Intensivpfleger schneller mit der S-Bahn von Springe ins Klinikum Langenhagen zur Arbeit fährt, als dass er vom S-Bahnhof Wetzen nach Gehrden ins RKK kommt. Und dass er deshalb in Gehrden kündigen will. Sieht so Fachkräftesicherung der Zukunft aus?

Comments
  • K
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    Sehr richtig. Besonders wichtig und richtig finde ich die Kostenbeteiligung des Vorhabenträgers. Es kann auch keine Option sein, Verkehrswege durch das Wohngebiet mit kleinen Straßen zu führen.

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