Neue Gewerbeflächen: Heimische Betriebe dürfen nicht leer ausgehen

Gehrden. In dieser Woche haben wir uns mit mehreren Gewerbetreibenden aus Gehrden getrofffen und ausgetauscht. Gemeinsam mit Tilman Kuban, Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands, haben wir die Betriebe ElektroTheobald und Germerott Innenausbau GmbH besucht. Es ging um die Corona-Situation, Fachkräftemangel, betriebliche Innovationen vor Ort und um die Vergabe neuer Gewerbeflächen in Gehrden-Ost und die Ansiedlung von RegioBus.

Ein großes Thema ist der geplante Betriebshof für RegioBus, der auf der freien Fläche in Gehrden-Ost zur Kreisstraße entstehen soll. Unsere ansässigen Gewerbetreibenden dürfen bei der Vergabe von neuen Gewerbeflächen nicht leer ausgehen. Priorität muss nicht nur in Corona-Zeiten – aber in diesen ganz besonders – sein, sich um die heimischen Betriebe zu kümmern, die hier in der Stadt Gehrden auch Gewerbesteuern zahlen und Arbeitsplätze für junge Auszubildende schaffen. RegioBus würde im Falle einer Ansiedlung keine Gewerbesteuern in Gehrden zahlen und durch die Verschiebung von eigenen Mitarbeitern von zwei anderen Standorten nach Gehrden auch keine zusätzlichen Arbeitsplätze schaffen. Die Betriebe, die sich in Gehrden vergrößern wollen und müssen, dürfen durch die geplante Ansiedlung von RegioBus nicht leer ausgehen. Der Bürgermeister muss hier lang gemachte Zusagen klar einhalten. Auch müssen bei dieser Diskussion die heimischen Betriebe mit eingebunden werden.

Die CDU-Stadtratsfraktion hat sich in der CDU-Fraktionssitzung am 31. August 2020 und im Verwaltungsausschuss am 02. September 2020 einstimmig gegen die Ansiedlung eines riesigen RegioBus-Betriebshofes am östlichen Rand der Gehrdener Kernstadt ausgesprochen.

Im übrigen vermissen wir eine Strategie im Rathaus, die unsere Stadt nicht mit immer neuen zusätzlichen Neubau-Großprojekten, jenseits der Pflichtaufgaben, komplett überfordert. Gehrden ist mit großen Bauprojekten (u.a. Klinikum, zwei Grundschulen, OBS-Mensa, Sporthalle, Vorwerk etc.) schon heute am Limit. Die Verkehrs- und Infrastruktur in Gehrden ist mit engen Straßen, topographischen Grenzen und zahlreichen Großprojekten schon jetzt überlastet. Bürgermeister Mittendorf darf unsere Wohn- und Lebensstadt nicht gefährden!

Wir werden über den Stadtrat in Richtung Stadtverwaltung anregen ein regelmäßiges Forum für die selbstständigen Gewerbebetriebe wieder einzurichten. Es muss wieder eine verbindliche Kommunikationsform geben.

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