Mehr Barrierefreiheit in Leveste!

Im Hinblick auf die Barrierefreiheit gibt es in Leveste noch erheblichen Handlungsbedarf. Zu dieser  Erkenntnis kommt der ehrenamtliche Beauftragte der Stadt Gehrden für Senioren und Behinderte Dirk Leopold. Leopold war auf Einladung von CDU-Ortsratsmitglied Volker Eberhardt und der parteilosen Ortsratskandidatin Elke Westfehling zu einer Ortsbegehung nach Leveste gekommen. Leopold wurde begleitet von seiner Frau Johanna, die selbst auf den Rollstuhl angewiesen ist.

„Im Vergleich zur Kernstadt hinken die Ortschaften bei der Barrierefreiheit grundsätzlich hinterher“, stellte der ehrenamtliche Beauftragte der Stadt Gehrden fest. In Leveste könne man das an vielen Stellen beobachten. So ist der Sportplatz des TV Jahn Leveste für Rollstuhlfahrer überhaupt nicht über einen sicheren Weg zu erreichen. An der Hauptstraße endet der Bürgersteig nach der Brücke unvermittelt, und der Zugang zur kleinen Fußgängerbrücke auf der anderen Seite ist zu steil.

Hinlänglich bekannt ist die Unpassierbarkeit des Gehwegs im weiteren Verlauf der Hauptstraße, weil dort der Gehweg durch das Wurzelwerk großer Bäume zerstört ist. „Dazu hat es in den letzten Jahren schon mehrere Ortsbegehungen gegeben, bisher ohne Konsequenz“, erläutert Volker Eberhardt. Doch nicht nur für Rollstuhlfahrer und die Nutzer von Rollatoren haben es an diesen und weiteren Barrieren in Leveste schwer. Auch Eltern mit Kinderwagen sind solche Engpässe zum Teil unüberwindliche Hindernisse. „Zudem müssen wir auch Menschen mit anderen Behinderungen im Blick haben“, sagt Elke Westfehling. So stelle ein mitten auf dem Gehweg stehender Papierkorb an der Bushaltestelle „Im Mühlenteich“ für Sehbehinderte eine erhebliche Gefährdung dar.

Neben weiteren baulichen Engpässen im Verlauf der Hauptstraße und im Verlauf der Burgdorfer Straße sorgen in bestimmten Bereichen auch regelwidrig geparkte Fahrzeuge dafür, dass Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollatoren oder Kinderwagen dazu gezwungen sind, auf die Fahrbahn auszuweichen.

„Daneben bleibt festzuhalten, dass in Leveste keine einzige Bushaltestelle behindertengerecht ausgebaut ist“, stellt Dirk Leopold fest. Der Behindertenbeauftragte will die Erkenntnisse aus der Ortsbegehung nun in einem Protokoll zusammenfassen und das Papier anschließend den Vorsitzenden der beiden zuständigen Ausschüsse im Rat der Stadt Gehrden, Peter Lübcke und Stephan Schmidt, zur Verfügung stellen.

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