Leveste: Unterschriften-Aktion gegen Repowering

Völlig überraschend soll der Windpark in Leveste nun doch repowert werden. „Still und heimlich hat die Region ihre ursprüngliche Position aufgegeben“, sagt der Ortsverbandsvorsitzende der CDU Leveste, Ernst-Richard H.-Köper. Noch im vergangenen Jahr hieß es im Entwurfstext des Regionalen Raumordnungsprogramms: „Die Potenzialfläche ist vollständig nicht für die Festlegung als „Vorranggebiet Windenergienutzung“ geeignet und entfällt.“ Doch davon wolle man heute in Hannover nichts mehr wissen, so Köper. Nun ist die Levester Fläche doch Vorrangstandort, und es drohen 200 Meter hohe Windkrafträder mit einem Rotorendurchmesser von annähernd 130 Meter und einer blinkenden Dauerbefeuerung für die Flugsicherheit. Grund genug für den Ortsverbandsvorsitzenden, in Leveste den Widerstand gegen die Pläne der Region zu organisieren.

„Wir haben bereits eine Unterschriften-Aktion gegen das Repowering gestartet und gehen davon aus, dass wir der Region schon in Kürze einen eindrucksvollen Beleg für die Stimmung im Ort übergeben können“, sagt Köper. Darüber hinaus sei die Gründung einer überparteilichen Bürgerinitiative und eine Bürgerversammlung in Planung. Auch bei der öffentlichen Auslegung des Vorhabens, die nach Ostern beginnen soll, werde man versuchen, die Region unter Druck zu setzen. Noch im vergangenen Jahr habe die Regionsverwaltung eine ganze Litanei aus Tierschutz-, Landschaftsschutz- und anderen Gründen aufgeführt, warum es in Leveste kein Vorranggebiet für Windenergie geben dürfe, erläutert Köper. „Wir wollen wissen, warum das alles nur wenige Monate später nicht mehr gelten soll“, so der CDU-Ortsverbandsvorsitzende. Zudem werde man neue Erkenntnisse aus Dänemark in die Debatte einbringen, die darauf hindeuten, dass Windenergie bei weitem nicht so harmlos ist, wie es vor allem die Grünen gerne glauben machen wollen, sondern erhebliche Gesundheitsrisiken birgt. „Die Grünen gehen mit der Windenergie um, wie früher die damaligen Befürworter mit der Atomenergie. Bedenken werden einfach ausgeblendet“, sagt Köper. Dass auch die Regionsfraktion der CDU für das Vorhaben in Leveste gestimmt hat, ficht den Ortsverbandsvorsitzenden nicht an. „Mich interessieren die Menschen in meiner Ortschaft, und nicht, was Kommunalpolitiker im fernen Hannover für richtig halten“, sagt Köper.

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