Corona – Alle Infos im Detail

Stand 17.03.2020

Der Corona-Virus hält die Welt fest im Griff. In Europa ist vor allem Italien betroffen, aber auch in Deutschland gibt es mittlerweile mehrere tausend Fälle – Tendenz steigend. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Prof. Dr. Lothar Wieler, geht davon aus, dass sich 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung in der nächsten Zeit infizieren werde. Allerdings gibt es begründete Hoffnung, denn für 80 Prozent der Erkrankten verläuft die Erkrankung sehr mild.

Die Aufgabe besteht nun darin, die Ausbreitung zu verlangsamen und die Kurve abzuflachen. Warum? Je mehr Menschen infiziert sind, desto mehr schwere Verläufe wird es geben. Das aber birgt die große Gefahr, dass Ärzte und Pflegepersonal mit der Versorgung überfordert sind und das Gesundheitssystem dann dem Ansturm nicht standhalten kann. Deshalb ist es so wichtig, den Verlauf der Ausbreitung zu verlangsamen.

Wie schütze ich mich und andere vor dem Coronavirus?

Die Verhaltensweisen sind mit denen zum Schutz vor Grippeviren identisch:

  • Regelmäßiges und ausreichend langes Händewaschen (mindestens 20 Sekunden unter laufendem Wasser mit Seife)
  • richtiges Husten und Niesen in ein Einwegtaschentuch oder in die Armbeuge
  • Abstand von Menschen mit Husten, Schnupfen oder Fieber halten; Händeschütteln generell unterlassen
  • Hände vom Gesicht fernhalten (Schleimhäute in Mund und Nase sowie Augen)
  • Wenn die Möglichkeit besteht, sollte auf Reisen verzichtet, öffentliche Verkehrsmittel gemieden und von zu Hause aus gearbeitet werden
  • Im Allgemeinen sollten jegliche Kontakte auf das Notwendigste reduziert werden und auf den Besuch von Veranstaltungen mit Menschenansammlungen vermieden werden.
  • Bürger und Bürgerinnen, die älter als 70 Jahre sind, sollten sich gegen Pneumokokken impfen lassen.

Was ist bei einem Corona-Verdacht zu tun, welche Symptome gibt es?

Personen, die persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen, einen Arzt kontaktieren oder die 116117 anrufen – und zu Hause bleiben.

Eine Corona-Infektion äußert sich durch grippeähnliche Symptome, wie trockener Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost wurde berichtet.

Wie sieht es in Gehrden aus?

Seit Montag, dem 16. März, sind alle Schulen und Kitas geschlossen. Erst am 20. April werden diese voraussichtlich wieder öffnen. Ausschließlich für Schülerinnen und Schüler des bevorstehenden Abiturjahrgangs wird der Unterricht bereits wieder am 15. April in der Schule angeboten.

In Schulen, Kitas und Krippen ist eine Notbetreuung eingerichtet worden. In den Schulen stehen diese Notgruppen nur Kindern und Jugendlichen der Klassen eins bis acht offen (in der Zeit von 8:00 bis 13:00 Uhr). Ein Ganztagsbetrieb entfällt. Auch den Tagesmüttern wurde untersagt, ihre Kinder wie gewohnt zu betreuen.

Wem steht die Notbetreuung offen?

Die Notbetreuung steht nicht allen Kindern offen. Sie soll möglichst in kleinen Gruppen stattfinden und auf das notwendige Maß begrenzt werden. Die Notbetreuung dient zunächst nur dazu, Kinder aufzunehmen, deren Eltern in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sind. Das gilt für Schulen wie Kitas und Tagespflege gleichermaßen.

Was zählt zu kritschen Infrastrukturen?

Hierzu gehören insbesondere folgende Berufsgruppen:

  • Beschäftigte im Gesundheitsbereich,
  • medizinischen Bereich und pflegerischen Bereich,
  • Beschäftigte im Bereich der Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr,
  • Beschäftigte im Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und ver-gleichbare Bereiche,
  • Beschäftigte zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen.

Ausgenommen von dieser Verfügung ist auch die Betreuung in besonderen Härtefällen (etwa drohende Kündigung oder Verdienstausfall). Wer nicht in diesen Berufen tätig ist, hat keinen Anspruch auf eine Notfallbetreuung und muss sich selbst um seine Kinder kümmern. Für Fragen bzw. die Inanspruchnahme einer Notbetreuung in den Schulen wenden Sie sich direkt an die zuständige Schule, in Krippen und Kindertagesstätten wenden Sie sich bitte an Frau Häupl unter der Rufnummer 05108 6404-420. Nutzen Sie für Ihre Erklärung, dass Sie zu den besonderen Berufsgruppen gehören, den zum Download angebotenen Vordruck.


Absage von Veranstaltungen:

Alle Veranstaltungen in öffentlichen Veranstaltungsräumen der Stadt Gehrden, die bis zum 30. April terminiert sind, finden nicht statt.

Öffentliche Sitzungen, Ausschüsse und Ratssitzungen werden bis zum 20 April ausgesetzt.

Das Rathaus Gehrden ist bis auf Weiteres zu den üblichen Sprechzeiten geöffnet. Beschränken Sie Besuche im Rathaus auf das unbedingt notwendige Maß, um direkte Kontakte nach Möglichkeit zu vermeiden und nutzen Sie stattdessen andere Kommunikationwege.


Rufnummern und Informationen:

Das Landesgesundheitsamt hat ein Bürgertelefon eingerichtet, das von Montag – Donnerstag von 8:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 16 Uhr sowie freitags von 08:00 – 12:00 Uhr besetzt ist. Rufnummer: 0511 4505555

Die Region Hannover hat unter der Rufnummer 0800 7313131 ebenfalls ein Bürgertelefon eingerichtet.

Das Bürgertelefon des Gehrdener Rathauses ist unter der Rufnummer 05108 6404-100 zu erreichen.

Die Wirtschaftsförderung der Region Hannover hat auf ihren Internetseiten aktuelle Informationen für Gewerbetreibende bereitgestellt.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb aha hat die Schließung seiner Wertstoffhöfe (auch Gehrden) angeordnet. Die Deponien Hannover, Burgdorf und Wunstorf nehmen weiterhin Material gewerblicher Anlieferer an.

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