CDU fordert Busanbindung nach Weetzen

CDU-Ratsfraktion kritisiert Bürgermeister und Verkehrsdezernenten der Region Hannover

Gehrden. Die Diskussion um eine bessere Anbindung von Gehrden zum S-Bahnhof Weetzen geht weiter. Die CDU hat angekündigt, das Thema nicht ruhen zu lassen. Im Dezember hatte die Region die bisherige Verbindung, die Buslinie 350, gestrichen.

Der Fraktionsvorsitzende Thomas Spieker weist noch einmal darauf hin, dass der Rat den Antrag der CDU, die Buslinie 500 bis zum S-Bahnhof Weetzen weiterzuführen, schon im Juni 2019 beschlossen habe. Für ihn sei es ein absolutes Rätsel, warum Gehrdens Bürgermeister nicht frühzeitig bei der Region Hannover vorstellig geworden sei, damit der Beschluss des Rates umgesetzt werde, sagt Spieker.

Das Verhalten der Region Hannover, speziell des Verkehrsdezernenten, könne er ebenfalls nur als desinteressiert bezeichnen. „Wir als Gehrdener Union werden in unserem Einsatz für die bessere und vor allem schnellere Anbindung der Pendler und anderer Fahrgäste an die Landeshauptstadt Hannover via S-Bahn nicht nachlassen“, betont Spieker.

Die Sprinterlinie 500, die von Gehrden zum Hauptbahnhof in Hannover führt, mit ihren überlangen Fahrzeiten, zahlreichen Ampelwartezeiten und ständigen Staurisiken sei eher ein Marketingtool statt ein wirklicher Vorteil für die Bürgerinnen und Bürger Gehrdens, die umweltbewusst von A nach B wollten. Er habe dies auch bei einer CDU-Fraktionsvorsitzendenkonferenz im Regionshaus deutlich gemacht und um wirkungsvolle Unterstützung beim Einwirken auf die Regionsverwaltung gebeten, sagt Spieker.

Spieker reagiert damit auch auf das Schreiben eines Gehrdener Berufspendlers, der in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Gefahrenabwehr und Brandschutz anwesend war. Dort habe er das Gefühl gehabt, dass sich außer CDU und Grünen niemand für die zeitnahe Prüfung einer möglichen Anbindungen von Gehrden an die S-Bahn in Weetzen einsetze, sagte er.

In der Sitzung hatten Vertreter der Region und des Verkehrsunternehmens Regiobus Stellung zum neuen Busfahrplan genommen. Der größte Kritikpunkt aus Sicht der Gehrdener: Die Buslinie 350, die bislang Gehrden mit Weetzen verbunden hat, wurde gestrichen. Stattdessen sollen die Fahrten von der Linie 522 aufgefangen werden. Allerdings: Der letzte Bus von Weetzen nach Gehrden fährt um 18.12 Uhr. Für viele Berufspendler ist das eine unbefriedigende Lösung.

Ein Vorschlag lautet deshalb: eine Verlängerung der Linie 500 bis nach Weetzen – zeitlich gekoppelt an den S-Bahn-Verkehr. Dies ist von der Region allerdings bislang abgelehnt worden.

Quellenangabe: HAZ Gehrden/Ronnenberg vom 07.02.2020, von Dirk Wirausky

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