Bratsch-Haus: Stellungnahme des CDU-Fraktionsvorsitzenden Thomas Spieker

Es kommt entscheidend auf die Einigung von Eigentümerin und Evangelischer Kirchengemeinde an. Erst dann kann der Rat der Stadt Gehrden über einen Bauantrag entscheiden. Nun veranstaltet Bürgermeister Mittendorf, der seit mehr als zweieinhalb Jahren seiner groß angekündigten Moderatorenrolle nicht erfolgreich nachgekommen ist, einen leider nicht zielführenden runden Tisch.

Ein runder oder ovaler Tisch ohne ernsthafte Einigungsabsicht der beiden betroffenen Grundstücksnachbarn führt aber zu keiner Lösung. Außer Spesen nix gewesen.

Im Gegenteil: Bürgermeister Mittendorf trägt mit seinem Verhalten dazu bei, dass der Schandfleck Bratsch-Haus noch weitere Jahrzehnte in der Mitte Gehrdens stehen zu bleiben droht.

Wir als CDU-Fraktion werden nun unseren vertagten Antrag zur Marktplatzgestaltung, den wir nur deshalb vertagen ließen, weil wir auf eine Moderationserfolg des Bürgermeisters Mittendorf gehofft hatten, in den Ratsgremien zur Abstimmung vorlegen.

Nachfolgend der Antrag unserer CDU-Fraktion im Rat der Stadt Gehrden zum Thema Innenstadt-/Marktplatzgestaltung vom November 2017 (dieser wird nun zeitlich angepasst!)

Der Marktplatz in der Gehrdener Kernstadt steht unmittelbar vor einer gestalterischen Veränderung (5.Bauabschnitt), aber aufgrund der vielen sich überschneidenden Interessen und Problematiken im Kernbereich der Stadt Gehrden ist zu befürchten, dass dieser Bereich, wenn er unter Zeitdruck weiter entwickelt wird, dann nicht oder nur sehr unzureichend den Ansprüchen der Nutzerinnen und Nutzer entsprechen wird.

Die CDU-Fraktion beantragt deshalb, unmittelbar einen Städtebau- bzw. Landschaftsplaner (Architekt) mit einzubinden, um den Prozess der Willensbildung zu fördern, aber auch auf das Ziel gerichtet zu steuern.

Wir fordern

– ein landschaftsplanerisches Konzept und eine konkrete Vorgehensplanung für den gesamten Marktplatz und den Vorhof der Kirche mit dem alten historischen Friedhof und den angrenzenden Flächen, mit der Gastronomie, den Gewerbetreibenden, der Wohnbebauung, dem Wochenmarkt und dem Samstagsmarkt. Das Konzept muss sich orientieren an der Beantwortung der Fragestellungen, wie der Lebensraum Marktplatz künftig gestaltet werden sollte, damit sich Bürgerinnen und Bürger dort wieder wohler fühlen können.

– eine Vorstellung im Rahmen einer Ratsinfo zusammen mit dem Sanierungsbeirat, in dem zahlreiche beratende Vertreterinnen und Vertretern aus der Gehrdener Bürgerschaft sitzen. Diese Infoveranstaltung soll möglichst noch vor Weihnachten 2017 zu diesem Zweck zu einer Sondersitzung zusammenkommen.

– Die Moderation einer Abschlussdiskusson in diesem Rahmen, ebenfalls möglichst im Dezember 2017.

Des Weiteren müssen Rat und Verwaltung dann die weiteren notwendigen Schritte festlegen und entscheiden.

Ziel muss es sein, die wenigen und kostbaren Ressourcen an Raum, Lebensraum und Grünflächen im Innenstadtbereich vernünftig zu gestalten und zu pflegen, um diese als Teil einer Innenstadtlandschaft zu begreifen.
Der Rat der Stadt Gehrden strebt in diesem Zusammenhang auch eine zügige Lösung für das marode und ästhetisch schmerzende Bratsch-Haus-Gelände an. Weil es sich bei unserem Marktplatz um eine der „wichtigsten Gehrdener Visitenkarten“ handelt, würden wir ratsseitig auch sehr begrüßen, wenn Gespräche der evangelischen Margarethengemeinde, des Bürgermeisters und auch der Bürgerinitiative mit der Eigentümerin Bratsch zum Erfolg führen würden. Die bebaubare Fläche im aktuell den Ratsgremien vorgelegten Bebauungsplan für den Marktplatz muss verkleinert werden.

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