Antrag der CDU-Fraktion: Mobiles Gehrden – Ob mit dem Rad, zu Fuß oder per Zug

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Gehrden

Antrag „Mobiles Gehrden – Ob mit dem Rad, zu Fuß oder per Zug“

Beratungsfolge:

VBG und Rat

Der Rat der Stadt Gehrden fordert

  • die Errichtung eines inhabergeführten Parkhauses/ Parkdecks auf dem Parkplatz Hornstraße und im zweiten Schritt nach Fertigstellung die Prüfung von Anwohnerparkregelungen im innerstädtischen Bereich
  • die Schaffung von weiterem Parkraum durch das Klinikum Region Hannover auf dem Klinikumsgelände im Zuge der Krankenhauserweiterung und der höheren Taktfrequenz der Buslinie 500 sowie eine Lösung für die aufkommende Verkehrsproblematik durch wartende Busse am KRH Gehrden

  • die Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer und für kleinere Fortbewegungsmittel außerhalb der Marktzeiten
  • die Erweiterung der Fahrradstellplätze in der Innenstadt und an Bushaltestellen
  • die Fortführung des Fahrradschutzstreifens am Stadtweg bis zum Kreisel K231
  • die perspektivische Planung eines direkten Straßenanschlusses der Neubaugebiete Gehrden-Ost III und Großes Neddernholz an die K231
  • die Prüfung zur Erstellung einer Abbiegespur von der Nordstraße auf den Wertstoffhof
  • den mittelfristigen Anschluss der Üstra-Stadtbahnlinie an die Gehrdener Kernstadt

Begründung:

Die Stadt Gehrden wächst in der Fläche und in der Einwohnerzahl. Um den Standard einer guten Infrastruktur weiterhin zu gewährleisten muss auch diese mitwachsen.

Für die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Gehrden gilt dies als Chefsache und verdient in der heutigen Zeit ein besonderes Augenmerk. Aktuelle Beispiele wie der erfolgreiche Einsatz für die Kreuzungssicherheit an der Robert-Bosch-Straße/ K231 zeigen, dass die CDU sich in Gehrden für eine reibungslose Verkehrsinfrastruktur erfolgreich stark macht. Wir begrüßen in diesem Zusammenhang auch das Engagement der Bürgerinitiative „Wir in Gehrden“, welche mit offenen Augen durch Gehrden gegangen ist und viele akute Probleme in ihrem Schreiben benennt. Die Analyse der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst aus Hildesheim ermöglicht den langfristigen Blick auf die Entwicklung der Infrastruktur Gehrdens.

Gehrden verändert sich aktuell so schnell wie selten in seiner Geschichte. Wir müssen flexibel handeln und schnelle Maßnahmen fällen können. Dies sind wir den Gehrdener Bürgerinnen und Bürgern, welche auf die Sicherheit im Straßenverkehr vertrauen, schuldig. Die Ratsbeschlüsse, welche zum Wohle der Stadt gefällt werden, dürfen in Zukunft nicht mehr von der Verkehrsbehörde bei der Region Hannover auf die lange Bank geschoben werden. Hier fordern wir eine engere und schnellere Umsetzung der in Gehrdener Stadtratsgremien beschlossenen Maßnahmen.

Auch die Diskussion über einen möglichen Üstra Straßenbahnanschluss an die weiter wachsende Kernstadt Gehrdens hat die CDU Stadtratsfraktion bereits 2017 angestoßen. Wir fordern weiterhin, dass sich der Bürgermeister der Stadt Gehrden mit aller Kraft bei der Region für einen Anschluss der Stadbahn üstra bis in die Gehrdener Kernstadt stark macht. Herr Vinken von der Region Hannover, sagte bei der Präsentation der Ergebnisse der HAWK Hildesheim, dass ein direkter Bahnanschluss an Gehrden im Gegensatz zu den benachbarten Kommunen fehle. Gehrden dürfe sich nicht alleinig von Bussen abhängig machen. Dies würde neben der Entlastung der Parkproblematik auch die Attraktivität der Stadt bei Unternehmen und Pendlern erhöhen.

Eben diese Parkproblematik, welche sich in Gehrden ergibt, muss auf unterschiedliche Weise angegangen werden. Aus diesem Grund fordert die CDU Fraktion im Zuge der Krankenhauserweiterung und der höheren Taktfrequenz der Buslinie 500 die Schaffung von weiterem Parkraum durch das Klinikum Region Hannover auf dem Klinikumsgelände und eine Lösung für die aufkommende Verkehrsproblematik durch wartende Busse am KRH Gehrden.

Auch in Gehrdens Innenstadt muss Parkraum geschaffen werden. Aus diesem Grund plädiert die CDU-Fraktion für eine Errichtung eines inhabergeführten Parkhauses/ Parkdecks auf dem Parkplatz Hornstraße. Dies wäre zusammen mit einer Anwohnerparkregelung im gesamten innerstädtischen Bereich zu prüfen. Eine bessere Überprüfung des absoluten Halteverbots Dammstraße auf den Rad- und Gehwegen muss die Konsequenz für stetiges Kurzparken vor Banken und Geschäften sein. Sollte dies durch zu geringes Personal nicht möglich sein, plädieren wir für das Aufstellen einer natürlichen Hürde.

Ein weiterer Weg die Parksituation zu entschärfen ist es, die Fahrradinfrastruktur zu verbessern. Dies ist in vielen Fällen durch kleinere kostengünstige Eingriffe getan. Die CDU-Fraktion fordert daher, die Fußgängerzone außerhalb der Marktzeiten für einen umsichtigen Radverkehr sowie für kleinere Fortbewegungsmittel (Skateboards, Tretroller, etc.) zu öffnen. Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sollen in der Innenstadt und an Bushaltestellen erweitert werden. Auch eindeutige Wegführungen durch klare Beschilderungen an unterschiedlichen Stellen verbessern die Übersicht. Dies gilt besonders für die Verbindungswege zwischen den Ortschaften. Der Fahrradschutzstreifen am Stadtweg soll nach der Fertigstellung des Lidl Neubaus bis zum Kreisel Kreuzung K231/Stadtweg geführt werden. Allgemeine Änderungen im Straßenbild, welche zu Verbesserungen des Fahrrad- und Fußgängerverkehrs führen, sollen mithilfe des ADFC und Anwohnern verbessert werden.

Besonders das Steintor mit seiner unglücklichen Verkehrssituation überfordert sowohl Autofahrer als auch Passanten. Hier muss durch geringes Eingreifen eine Alternative zur aktuellen Situation geschaffen werden.

Wir sehen es auch für absolut notwendig an, dass ein Anschluss der Neubaugebiete Gehrden Ost III und Großes Neddernholz direkt an die K231 erfolgt, sodass der zunehmende Verkehr unabhängig von Robert-Bosch-Straße und Heinrich-Goebel-Straße direkt auf die Kreis- und dann Bundesstraße abfließen kann und nicht erst durch die Wohngebiete geführt werden muss.

Infrastruktur beschränkt sich allerdings nicht nur auf den Fahrrad- oder Busverkehr. Auch das Verlegen von Leitungen zur Datenübertragung muss auf den Prüfstand. Das Verlegen von Kupferleitungen in Neubaugebieten kann nicht der Standard des 21. Jahrhunderts sein. Die Industrie von heute und das Wohnen von morgen benötigen größere Bandbreiten. Hier denkt die CDU-Fraktion perspektivisch und mahnt den flächendeckenden Ausbau eines 5G Netzes bzw. einer Glasfaserverkabelung an. Dies gilt ebenso und besonders für die Ortschaften.

Gehrden, 17.05.2019

Thomas Spieker, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Gerhden

Kai Schönwald, stellvertretender Ausschussvorsitzender des VBG

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